9.24 Wir hängen total vom Schöpfer Mysterium ab

 

BETENDER RUF

 

Ja. Wir sind Bewohner des Universums, das wir nicht kennen.

Wir wohnen in einem großen -sehr großen- Haus... in dem wir nicht wissen, was man macht und was man nicht macht, aber das Wenige, was man uns sehen lässt, zeigt man uns… gemäß unseres anscheinenden Bewusstseins.

„Anscheinend, weil wir keine Referenz von anderen Bewusstseinszuständen haben oder die, die wir haben, und die wir „Bewusstseinszustände“ nennen, sind minderwertig.

Bewohner … des Universums...!

Er scheint wichtig. Ja, aber…

Und das „Aber” ist keine Klage, es bedeutet festzustellen, dass uns das Schöpfer Mysterium mit bestimmten Konditionen an einem Ort, Raum platziert hat…

Na gut, nebenbei gesagt, diese Worte, Ideen und Konzepte sind absolut sektenhaft. Ja, weil sie zu dieser Einheit der Bewohner gehören, aber dass wir nichts vom Rest wissen von … wir würden uns nicht trauen zu sagen „Bewohner“, aber der Rest der Aktivität des großen Hauses...

Na gut, es ist wichtig zuzulassen, dass die Konditionen, in denen wir uns als Bewohner befinden, Konditionen sind, na gut… – ach(!), was für Worte, es fehlen die Worte… einschränkend, bedingend?

 

Wir werden uns nicht fragen warum, aber wenn wir nur ein bisschen aus diesem Raum herausspringen und wieder zu ihm zurückkehren, würden wir sagen, dass man fast alle Lebenden gefangen hält.

Das gefällt für gewöhnlich nicht, aber es ist so offensichtlich …!

Sind wir… sind wir vielleicht Spielzeuge einer großen … -ufff(!)- einer großen …? Ja…

Und wir kommen dahin zu glauben, dass ... – hey, und das muss man denken- und wir kommen dahin zu glauben, dass wir – ufff(!) – frei sind?

Ja. Unter bestimmten, sehr, sehr, sehr geschlossen Umständen können wir tun, was wir wollen.

Aber das ist sehr arm, oder?

Es ist so, als würden wir ihm sagen, dem Labortierchen, dass es in seinem Käfig frei ist zu tun, was es möchte. Es befindet sich schon viele Generationen dort und das Tierchen ist … das Beste. Es gibt keine Möglichkeit zu vergleichen. Es würde sich nicht trauen, aus dem Käfig rauszugehen, auch wenn man ihn für es öffnen würde, denn, wer weiß, was es dort draußen gibt!

Ja. Das Arme – Experimentierobjekt – hängt „absolut”... – dieses Wort ist in Ordnung – „absolut” von denen ab, die es studieren, die es ernähren, die es…

Ach! Wenn wir das in diesem guten Wort anwenden: „absoluter Weise“ bei den Bewohnern, in diesem Fall menschliche, die im Universum wohnen – verzeihen Sie die Redundanz –, also … was soll man sagen? Was soll man sagen? Dass wir „absolut” abhängen von … von , wir wissen nicht von wem, aber …

Wir nennen es „Schöpfer Mysterium” wegen unserer Unwissenheit diesbezüglich. Und „Schöpfer” wegen dem Wenigen, was wir von dem sehen, was wir Galaxien, Novas, Supernovae, braune Zwerge, Quarks nennen … Eine Nomenklatur, die sich verändert, klar, derer wir uns bemächtigen und der wir eine Erklärung geben, die sich auch verändert, bis eine andere Erklärung kommt. In Wirklichkeit, nein … Nein.

Das Wort „absoluter Weise” ist auch nicht sehr klar, denn in unserer Konfiguration knirscht diese Position: „Denn wir hängen absolut vom Schöpfer Mysterium ab.“ Wir, die wir in der Lage sind, die Erde zu kultivieren, zu… zu… zu …

Aber klar, es ist notwendig, dass es regnet und es ist notwendig, dass es Licht gibt.

Ja. Klar, wir müssen klären, ob das mit dem „absoluter Weise” -also wie würden wir sagen(?)- versklavend ist und uns nichts machen lässt, oder dass es ein „absoluter Weise“ Absolutes ist, was bedeutet, nichts zu sagen.

In diesem Moment und an dieser Stelle haben wir nichts geklärt. Das Einzige, was offensichtlich scheint, ist, dass unsere Anwesenheit als Bewohner des Universums total durch die Schöpfung selbst konditioniert wird, des Universums selbst.

- Ach! Also all diese… „Einheiten” –wir werden sie so nennen- vom Wissen, Kennen, Verstehen, Fühlen … all das ist Produkt von – sagen wir mal – dem Laboratorium? Dem Leben im Laboratorium?

- Ehhhh... ja.

- Schon. Das heißt, etwas Virtuelles oder…  – wie könnte man sagen(?) – etwas „Anscheinendes”.

Auch wenn man uns gesagt hat –oder wir uns gesagt haben- dass wir „das Ebenbild“ des Schöpfer Mysteriums sind.

Und wenn das Bild mehr Wert ist als Tausend Worte, wenn wir unser Bild kontemplieren, puff, dann ist es schwer, diese Tausend Worte zu finden, um uns zu definieren. Tausend? So viele? Klar, es nützt nichts zu sagen: Kopf, Stamm und Extremitäten. Nein. Man muss tiefer gehen.

Was bedeutet es, tiefer zu sein…? Eine Eitelkeit.

Vielleicht weist uns der Betende Ruf auf all diese – und das ist transzendental, ja – all diese... – welches Wort wäre gut(?) – „Gebräue” hin, die das menschliche Wesen macht von: Ich mag das, das mag ich nicht, ich will, ich will nicht, dass ist gut, das ist schlecht, ich bin eifersüchtig, mit dem verstehe ich mich nicht gut, mit dem verstehe ich mich gut, mir gefallen die Eichhörnchen, mir nicht, die Elefanten … All das ist ein Gebräu.

Und das schlechteste Gebräu, das wir im Betenden Ruf haben können, ist, ... dass sie uns nicht gegeben haben, was wir verdient haben, dass sie uns nicht demgemäß gewertet haben, was wir wert sind, dass sie nicht ... Andere wie wir. Wenn unsere Referenz wir selbst sind ... das klingt ein bisschen egozentrisch, nicht? Ein bisschen! Ein bisschen!

Das heißt, gemäß dessen sind wir ein „Gebräu”. Das ist eine neue Definition des menschlichen Wesens: ein Gebräu.

„Gebräu” sagt man von jenem Produkt, das eben das enthält: so, wie wenn jemand sich anschickt, eine Sache zu machen und je nachdem, wie er Dinge findet, packt er sie dazu. Mischt er sie, mischt er sie, er mischt sie … und man weiß nicht, was es ist, aber es ist in Ordnung.

Aber ... haben sie nicht bemerkt – so auf der weltlichen Ebene – haben sie nicht bemerkt, dass dieser ganze Eifer … also nein, also nein, also nein(!)…, dass das nichts damit zu tun hat, ein Bewohner des Universums zu sein? Das heißt, wenn man sagt, „dass das nichts damit zu tun hat“ wollen wir sagen, dass es eine Unwürdigkeit ist, so zu leben: „Ach! Also ich fühle… ach(!), ich weiß nicht was. Und dieser Einschlag und diese… Und das hat mich fertig gemacht…”

Und diese ganze Sprache – nicht(?) – barrock-rocko-rockig: „Und klar, weil meine Familie, weil… klar, wenn man mir Schwedisch beigebracht hätte, dann wäre es anders, aber ich kann nur Deutsch und baskisch. Und demnach, klar, das macht es mir schwer zusammen zu passen, aber…”

Bemerken Sie? Bemerken Sie bei diesem ganzen Gebräu, dass wir uns täglich essen? Und klar, das lässt uns nachdenklich machen … und reserviert. Und außerdem ist das Eigenartigste bei dem Fall, dass sich jeder einzelne als a very special person” fühlt. Er fühlt sich als eine sehr spezielle Person, nicht?

Mensch! So anscheinend, manchmal … unterschiedlich, aber so ganz innen drin sind alle Gebräue sehr, sehr, sehr, sehr ähnlich.

„Los! Lass uns das mischen(!)”, scheint die Spezies zu sagen, nicht? Und du siehst jemanden mit so einem Gesicht und du siehst den anderen, wie er lacht und so...

- Und Du, worüber lachst Du?

Der sagt:

- Ich weiß nicht.

Und der andere:

- Bist Du deswegen ernst?

- Ach weißt Du, mir ist das passiert und ich mache mir große Sorgen, weil mir mein Sternocleidomastoideus leichte Schmerzen und Faszikulierungen bereitet.

- Ich nicht. Ich bin besorgt, weil, klar, der Verkehr und … ich weiß nicht … ich weiß nicht, mein Sohn sieht nicht sehr gut aus und meine Tochter. Ich weiß nicht, ich weiß nicht, ich weiß nicht, ob… Aber… auch.

- Auch, was?

- Das auch … ich weiß nicht. Eben das, ich weiß nicht.

Gebräue…

Dieser Betende Ruf verschafft uns eine immense Erleichterung. Ja, denn wenn wir uns ... –ich sage nicht schon glauben, nein, nein, nein- aber wenn wir uns angesichts all dessen sensibilisieren, also dann spielen wir all die persönlichen, possessiven, superlativen Spekulationen herunter  … alle Wahrheiten, die jeder einzelne bestätigt. Wenn man sie für „Gebräue” hält, also nein, dann haben sie nicht … sie haben nicht viel Wert.

Ah! Und wir würden uns fragen:

- Was ist folglich unser Wert?

- Aber glauben Sie, dass uns jemand kaufen wird? Wirklich? Glauben Sie wirklich allen Ernstes, dass jemand aus dem großen universellen Haus kommen wird, um uns zu kaufen?

- Man nimmt an, dass wir einen Wert haben, nicht?

- Wer wird uns kaufen? Wenn unter allen Außerirdischen, die es gibt – weil alle Welt Außerirdische und so kennt – keiner ... uns weder angreift noch sonst etwas macht. Nichts, das heißt … Welcher Wert?

 

Sehen Sie wie sich die Eitelkeiten einschmuggeln? Wir geben uns einen Wert! „Welchen Wert haben wir in der Schöpfung?” Es scheint so zu sein, dass das Einzige, worum sich das Schöpfer Mysterium kümmert, wir sind. Ja.

Und dass es uns selbstverständlich liederlich pflegt. Weil, so wie das Sprichwort sagt: „Es regnet niemals nach jedermanns Geschmack.“ Wo es einem doch jetzt so gut gehen würde im ach so warmen Bett! Und jetzt sitzen sie da wie ... wie ein Gebräu! Also wirklich...!

Klar, vom strikt menschlichen Gesichtspunkt aus – menschlichen –: „Nein. Nein, nein, nein. Ich bin ich, und ich habe mein Genom und ich habe Kultur und ich habe jenes.“

Na gut. So ist es wie man für gewöhnlich lebt: wie durcheinandergeratene Gebräue, vermischt, durcheinander.

Aber wenn SIE uns zum Beten rufen und uns in dieser Position platzieren, dann ist das Empfinden sehr befreiend. Ja. Weil vielleicht – vielleicht – nehmen wir uns nach dieser kalten Dusche an  Wichtigkeit, Wert, Eitelkeit, Sicherheit, Gewissheit(!)… „Ich bin sicher, dass…”. Oder nicht!

 

Nein. Wir sind nicht in das Wort „Mysterium” eingetreten. Nein. Man offenbart uns unsere gemischte Zusammensetzung. Das stört uns sehr:

- Warum kann ich das nicht wissen? Mit der Zeit werde ich es wissen. Mit der Zeit werde ich mich so, so, so bessern, dass…

- Dass!

- Dass, na gut ... wir werden es sehen.

- Ah! Gut.

Aber stellen wir uns für einen Moment vor – so erlaubt es uns der Betende Ruf, um das Mysterium anzunehmen – dass wir uns an eine große Zaubershow annähern, und das ist nicht schwer, nein, das ist nicht schwer. Ja. Hey! Aber groß! Groß, groß. Und es fangen an Dinge zu geschehen: die Köpfe drehen sich, die Füße denken, der Unterbauch lacht, der Rücken verwandelt sich in Collier, und wir werden ganz weich… Das Spektakel beginnt und wir versuchen zu sehen, wo der Trick ist, wo die Falle ist. Und es gibt keine Möglichkeit, es gibt keine Möglichkeit. Es ist ein Mysterium.

Aber sehen Sie mal – wenn wir mit dem Spektakel weitermachen –, wenn wir da sind und wir lachen und es uns überrascht, und wir dann von der Idee ablassen zu erklären, wie der das gemacht hat, was er gemacht hat, dann werden wir schließlich, total –total- dem Mysterium unterworfen sein. Voilà!

Das heißt, dass…

- Ja, aber es gab einen Trick!

- Na gut, aber Sie haben keinen Trick gesehen.

- Aber es muss einen Trick gegeben haben!

- Sagen wir ja. Extrapolieren Sie jetzt Ihren Raum auf Ihre Auffassung als Bewohner des Universums. Wie akzeptieren Sie das Mysterium? Eingetaucht zu sein in dunkle Materien, in dunkle Energien und in eine Brise sichtbaren Lichts. Eine Brise! Das heißt, Sie sind die Brise. Und Sie sehen das Mysterium -das heißt, das Spektakel- und Sie wissen nichts, aber es geschieht: es dehnt sich aus, es modifiziert sich, es… bufff.

 

Ja. Wenn wir das Mysterium – damit es uns nicht aus Eitelkeit Verschluckend vorkommt – als die Große Magie der Schöpfung betrachten, werden wir transfiguriert und transformiert und damit allem, was geschehen und sich ereignen wird eine Färbung von Schöpfer… Mysterium geben

Und so ist, dass wir alles, was uns als Bewohner der Schöpfung geschieht, auf dieses Schöpfer Mysterium beziehen werden. Alles. Alles!

Dann hat es keinen Wert mehr zu sagen:

- Und ich, was?

- Was soll das heißen: „Und ich, was”...? Los! Werde zum „Jockey” und steig auf das Pferd. Oder wenn Du es vorziehst, verwandle Dich in einer Joker und bring zum Lachen oder erschrecke.

Voilà, voilà, voilà! Themenwechsel[1](span.: ‚balones fuera‘). Diese durchlöcherten Bälle, an denen wir uns festhalten und gegen sie treten und nein… nein, sie fliegen nicht.

Und so ist es, wenn wir uns im Schoß eines Schöpfer Mysteriums lebendig(!)... fühlen und uns folglich unsere Herkunft, unsere Essenz nicht gehört – so wie es bei anderen Gelegenheiten gesagt wurde: „Ich bin nicht von mir, ich gehöre mir nicht” –, ich schulde. Ich schulde diesem Schöpfer Mysterium und ich versuche mich mit IHM in Feinabstimmung zu bringen. Weil ES sehr wohl völlig mit mir verbunden ist, denn sonst würde ich nicht existieren. Aber meine Ebene der Schöpfung gibt mir, um ... beten zu können, sie gibt mir, um mich zu dem Ruf einzufinden und um zu entdecken, was SIE mir sagen, und um das in mir aufzunehmen. Und um unter diesem Gesichtspunkt zu sehen, wie diese Ereignisse verstreichen – wie die Ereignisse verstreichen – ... ohne, dass ich sie erzeugen würde! Aber gleichzeitig bin ich in ihnen versunken.

Ein anderes Bild wäre das, eine Figur auf dem Schachbrett zu sein, aber ich habe die Fähigkeit weder als Bauer noch als Pferd noch als Königin noch als König, um zu entscheiden, wohin ich gehe. Nein! Dafür gibt es den Spieler. Ich bin die Figur.

- Und wer ist der Spieler?

- Dieses Schöpfer Mysterium. ES bewegt die weißen und die schwarzen. Die Beiden.

Und ES betet und betet und betet und betet, bis es zum Schach kommt ... – was nicht matt ist; das Schach der ersten Warnung, das Schach als Mahnung, und es geschieht das und jetzt passiert jenes, was weit darüber hinausgeht … Siehst du das? Du musst nach und nach verknüpfen. Und wenn das Schachmatt kommt (span.: ‚jaque mate’), nein, SIE werden Dich nicht töten (span.: ‚no te van a matar‘)! Du wirst Dich der leuchten Klarheit gegenüberstellen. Du wirst entdecken, dass, egal wohin Du auch schaust, Du auf das Schöpfer Mysterium triffst. Endlich wird dein Herz befreit sein.

Und sieh mal, sieh mal alles, was währenddessen passiert ist: begierig ging der Bauer danach suchend zu krönen, aber … ach(!), das war ein Läufer, der kreuzte und der nicht durchließ.

Ach! Was für selbstlose Pferde! Ach! Was für eine selbstlose Dame(!), die entschied, mit einer anderen Dame zu verschwinden. Oder nicht!

Ja, die Möglichkeiten amplifizieren sich. Deswegen nützt dieser Vergleich nichts.

Und klar, denkend, denkend, denkend als Figur, Figur, Figur, wenn ich ein Pferd bin oder der Läufer der Dame oder der König – Bischoff(!) –, werde ich mir Sorgen machen in der Position, in der ich mich befinde und ich werde gegenüber der Strategie, die SIE über mir ausüben, wachsam sein. Und SIE stellen mich dorthin und SIE stellen mich da hin und SIE nehmen mich hier weg und Sie nehmen mich dort weg und manchmal ziehen SIE mich aus dem Spiel – Bauer schlägt Bauer – und schon bin ich nicht mehr da!

- Und wo bin ich?

- Du bist nicht mehr da. Ja. Du bist nicht mehr in diesem Ambiente, an diesem Ort, in dieser Situation. Sie haben entschieden, Dich an einem Ort zu platzieren, wo Du frühstücken, Essen und Abendessen und Zeitvertreib hast.

- Aber...

- Ja, ja. Den anderen da… den hat ein Pferd geschlagen, und er lebt in der Wüste. Er hat nichts und essen-essen, das, was man so essen nennt, nein. Zu trinken? Das unbedingt Notwendige. Kälte? Sehr viel nachts. Wärme? Sehr viel, während des Tages.

- Aber...

- Welches ist das „Aber”?

Wir wüssten nicht zu sagen, welches das „Aber“ ist. Es ist ein Mysterium. So wie dieses große Spektakel, dass aufgebaut wurde, in dem man uns unglaubliche Dinge hat sehen lassen. Aber wir würden vor jedem schwören, dass wir sie gesehen haben, und dass sie so sind.

Der Betende Ruf ruft uns, um uns von unserer Egozentrik und unserer Selbstverherrlichung und unserer eitlen persönlichen Wichtigkeit zu befreien. Er ruft uns, um uns als eben das zu fühlen: als Bewohner des Schöpfer Mysteriums. Ja. Er ruft uns, damit wir keine Geheimnisse und Mysterien haben, bei denen das Wesen später mit der unergründlichen Eitelkeit sagt: „Mit ins Grab nehmen“ –und ähnliche Sätze-, als ob man transparent sein möchte. So als würden die Särge existieren, und als ob es die Gräber interessieren würde, Geheimnisse zu bewahren. Ja, super, es wird ein Historiker kommen und erzählen, was er will. Voilà!

 

Ja. Man könnte in diesem Stadium sagen, dass ich vor dem Beten etwas und jemand war und danach bin ich nichts. Ah! Willkommen zur Schöpfung, weil die aus dem NICHTS entsteht.

Er ist ein Zauberer. Der Betende Ruf ist ein Zauberer.

Wir wiederholen den Ablauf: „Und ich kam an und war etwas oder jemand Beschäftigtes, Interessiertes und jetzt, nach dem Beten erweist sich, dass ich nichts bin.“

Und das NICHTS sagt uns:

- Seid willkommen! Seid willkommen im NICHTS! Denn von dort an wird alles kreiert. Und Du kannst kreieren…

- Kreieren...?

- Und Du kannst unter in diesem Bewusstseinszustand andere Realitäten kreieren. Und Du kannst Dich verändern.

- Verändern?

- Ja. Und Du kannst leben.

- Leben-leben?

- Ja! In anderer Art und Weise. Da Du „NICHTS” bist, kannst Du innerhalb der Abteilung des Universums, in der Du Dich befindest, modifizieren ... Es ist … also wirklich, wirklich: Du kamst mit allem gefüllt und jetzt hast Du NICHTS. Es ist, als ob SIE Dir ein Fenster geöffnet hätten und Du etwas mehr sehen würdest, als grau, blau oder grün … und als ob Du etwas mehr sehen würdest.

Die Gelegenheit, die Chance, allen Eifer, alle Sorgen, Vorurteile … aufzulösen und mich „NICHTS” zu fühlen, ohne traurig zu sein(!), ohne weinerlich zu sein, ohne enteignet zu sein. Nein! Du bist im NICHTS.

Und hast du nicht gehört, dass Gott die ganze Welt kreierte, das ganze Universum, aus dem NICHTS?

Also kann sich Dein gesamter Mikrokosmos neu strukturieren, in anderer Weise, er kann sich umformen. Gib die fixe Idee von dem auf, was Du bist, weil Du in Wirklichkeit NICHTS bist.

Aber klar, wenn Du es unter dem Gesichtspunkt betrachtest zu haben, zu wollen, zu besitzen … Ach! Nein! Nein, nein. Es ist genau das Gegenteil! „Ich befinde mich –unter dem Status des NICHTS, in Konditionen zu kreieren.“

 

Es ist so, als ob ich als Labortier plötzlich zu Asdrúbal oder Geronicio sagen würde, wenn er sich mir annähert, um mir das Fressen zu geben: „Sieh mal, heute habe ich keinen Hunger. Wenn es Dir nichts ausmacht, werde ich intermittierend fasten. Wir stellen uns den Schrecken des Hüters vor, wenn nicht sogar die Ohnmacht oder den Wahnsinn, oder verstummen und nichts sagen, denn wenn er es erzählt, dann wird ihm das niemand glauben. Bis dann plötzlich alle Tierchen anfangen zu sprechen.

Also sie waren im Gebet und sie haben entdeckt, dass sie NICHTS sind, und von da an haben sie begonnen, eine Form zu kreieren, mit ihren Entführern und Betreuern zu kommunizieren.

Das war’s mit dem Laboratorium. Alle raus.

 

 

Befreit davon, Experimente zu sein, finden wir uns in einem unendlichen Universum vor, in dem unsere Werte keinen Wert haben, in dem man uns zurückversetzt hin zum NICHTS, damit wir aus unserer Präsenz ein befreiendes Dasein machen, einen Geliebten des Lebens … in permanenten Liebenswürdigkeiten.

 

 

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[1] Im Allgemeinen benutzt man den Ausdruck “echar balones fuera”, um eine Situation zu vermeiden, sich nicht zu kümmern, vermeiden, klar zu sein, eine Antwort zu vermieden oder die Irrtümer zu akzeptieren.